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Janik

Interview mit Jannik aus der ambulanten Pflege

Willst du uns erstmal etwas über dich erzählen, deine Arbeit, was du machst und wie lange du schon dabei bist?

Ich heiße Jannik und bin 24 Jahre alt. Ich bin Sozial- und Gesundheitsassistent und wurde vor 2 Jahren mit meiner Ausbildung fertig. Danach habe ich angefangen in der ambulanten Pflege zu arbeiten, die ersten 3 Monate als Praktikant und danach wurde ich festangestellt.

Wie sieht dein Tagesablauf aus, wenn du Montagmorgen zur Arbeit kommst?

Wenn ich Montagmorgen auf der Arbeit erscheine, steht zuerst die morgentliche Besprechung auf dem Programm, wo wir die Pläne besprechen. Wir besprechen was die letzten 24 Stunden passiert ist oder auch davor, wenn man z.B. im Urlaub war. Danach besprechen wir, was den restlichen Tag noch zu tun ist und danach werden die Medikationspläne in Angriff genommen. Das bedeutet, dass man sich anguckt, welche Dosierung später gemacht werden muss und die Medikationspläne anpasst. Damit ist man auf dem neuesten Stand bevor man sich auf den Weg zu den Patienten macht.

Wie viele Patienten besuchst du normalerweise an einem Tag?

Das hängt davon ab, wie lange ein Besuch dauert. Manche Besuche dauern 10-15 Minuten, während andere Besuche schon mal 1-2 Stunden in Anspruch nehmen. Das variiert sehr. Wir haben ja auch die Aufgabe, den Patienten zu assistieren, wenn sie z.B. eine Dusche nehmen wollen. Also es hängt sehr davon ab,wie viel Hilfe der einzelne Patient benötigt. Normalerweise habe ich 6 Besuche vormittags und 3-4 nachmittags, aber das variiert von Tag zu Tag.

Kennst du alle deine Patienten persönlich, oder hast du feste Patienten oder wie funktioniert das Ganze?

Ja, wir haben feste Patienten. Wir haben längere Diskussionengeführt, was die beste Methode ist und sind zu dem Entschluss gekommen, dass feste Patienten die beste Lösung ist. Die Patienten lernen uns kennen und wir lernen sie kennen, außerdem haben wir dadurch einen viel besseren Blickwinkel auf verschiedene Situationen und dürfen viel mehr. Die Patienten fühlen sich geborgen und wir haben bereits bemerkt, dass wir bei manchen Patienten nicht soviel dürfen, wie bei anderen, aber das liegt daran dass man nicht deren fester Pfleger ist und sie sich daher nicht so geborgen fühlen.

Was ist deine größte Herausforderung an so einem Tag?

Manchmal stehe ich zeitlich ziemlich unter Druck, da in der ambulanten Pflege vor jedem Besuch ein Zeitplan erstellt wird und dieser kann manchmal nicht eingehalten werden. Doch meistens passt alles ziemlich gut und dann haben wir Zeit für unsere Aufgaben. Unter den Kollegen helfen wir oft einander, wenn man zeitlich zu sehr unter Druck steht.

Was genießt du am meisten an deinem Tag?

Alle die Patienten zu sehen, die sich freuen mich zu sehen und sich über meine Hilfe freuen.

Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften in der ambulanten Pflege?

Es kommt darauf an, sich in den Patienten hineinversetzen zu können und alles aus seinem Blickwinkel zu betrachten. Man gelangt leicht in komische und unangenehme Situationen, wo man nicht genau weiß, wie man reagieren soll bzw. was man machen soll, aber in diesen Situationen muss man einfach einen klaren Kopf bewahren. Eigentlich ist es einfach für uns, da wir Tag ein Tag aus die gleichen Aufgaben bewältigen müssen, aber oft entstehen diese Situationen auf die man nicht vorbereitet ist.

Hast du schonmal erlebt, dass die Medikamente beim Patienten falsch dosiert wurden?

Ja, mir ist aufgefallen, dass es Herausforderungen gibt, nicht direkt mit Fehlmedikation, aber Herausforderungen damit ob die Patienten überhaupt ihre Medizin vom Arzt kriegen, also eine Kombination von uns (Ambulante Pflege red.), Arzt und Apotheke. Dann wird die Medizin nicht rechtzeitig geliefert oder die Lieferung verspätet sich um ein paar Tage. Das ist ein paar Mal passiert, wo es mir zumindest aufgefallen ist.

Ist der Grund dafür die Zeitnot von der du erzählt hast?

Ich glaube, dass es eine Mischung aus Kommunikationsmissverständnissen und dem IT-System ist. Der Fehler liegt typisch beim IT-System, den man nicht sofort entdeckt und deswegen den Fehler nicht lösen kann. Wir müssen dann herumtelefonieren und bei den Apotheken anrufen und nachfragen, warum unsere Patienten ihre Medizin nicht bekommen haben. Eine andere Sache ist diese hier: Unsere Patienten wollen ihre Medizin in der Apotheke abholen und bekommen nicht alles ausgehändigt, da manche Medikamente auf alten Rezepten stehen und die Apotheken nur die Medizin aushändigen, die aktuell bestellt wurde.

Also sind die Patienten nicht selbst dafür verantwortlich, ihre Medizin abzuholen?

Doch, also die Patienten müssen ihre Medizin selbst abholen, aber wir bestellen die Medizin für die Patienten, die dazu nicht in der Lage sind. Uns ist es am liebsten, wenn die Patienten selbst ihre Medizin abholen oder selbst bestellen und hinterher abholen. Wenn sie dazu nicht in der Lage sind, machen wir das natürlich für sie. Wir machen das, damit die Patienten ihren Tagesablauf und ihre Aktiviteten einhalten können.

Das ist doch auch eine große Herausforderung, also die Kontrolle über die richtige Medizin zu behalten, dass ist bestimmt viel Arbeit oder?

Ja, und wenn man dann zu Besuch bei einem Patienten ist und der seine Medizin nicht abgeholt hat, und diese erst am nächsten Tag abholen kann, aber da ist vielleicht Wochenende, also da sind viele Kleinigkeiten die zu bewältigen sind. Dinge können schief gehen, wenn wir einen Tag verpassen, dann können die Dinge schief gehen.

Das bedeutet, dass man auch einen guten Überblick haben muss?

Ja, ganz genau. Überblick in Bezug auf die Medizin, dass ist ziemlich wichtig, da sich das von einem Mal zum nächsten Mal ändern kann.

Wie funktioniert die Dosierung denn?

Das läuft folgendermaßen ab: Morgens drucken wir den Medikationsplan aus. Da wissen wir bereits, dass heute der Tag ist wo wir dosieren müssen, weil wir das beim letzten Mal abgesprochen haben. Dann fahren wir zu den Patienten, wo die Medizin bereits zuhause liegt, dabei auch der alte Medikationsplan und wir haben natürlich den neuen Medikationsplan mit, welchen wir zum Dosierenverwenden. Dabei überprüfen wir auch den alten Medikationsplan und schauen, ob es Änderungen gibt. Wenn es keinerlei Änderungen gibt, dann fangen wir einfach an. Wenn es Änderungen gibt, dann gucken wir, ob eine Dose vom letzten Mal extra dosiert werden oder entfernt werden muss.

Wie oft kommt es vor, dass ihr nochmal nachdosieren müsst, weil ein Fehler passiert ist?

Sehr selten. Ich weiß gar nicht, ob das überhaupt schon einma lpassiert ist. Manchmal müssen wir jedoch nachdosieren, weil neue Medikamente vom Arzt dazukommen. Wir dosieren ja 14 Tage auf einmal, und wenn wir gerade beim Patienten waren und dosiert haben, und dann der Art neue Medizin verschreibt, dann müssen wir nochmal zum Patienten und legen die neuen Tabletten zu den bereits dosierten in die Pillendosen und das nennen wir„Nachdosierungen“. Es passiert auch, dass der Patient seine Medizin nicht abgeholt hat und dann dosieren wir nur 3 Tage für ihn und müssen dann nochmal nachdosieren. Aber am liebsten wollen wir das Nachdosieren vermeiden.

Benutzen alle eure Patienten Kibodans Produkte?

Ja, und dass ist sogar eine Forderung, die wir stellen. Wenn wir für die Patienten dosieren sollen, dann müssen es auf jeden Fall Kibodans Produkte sein.

Wieso müssen es Kibodans Doseriungssysteme sein? Könnte das nicht auf eine andere Art und Weise gemacht werden?

Das Ganze kann leicht verwirrend werden. Eure Pillendosen sind nämlich ziemlich übersichtlich. Morgen, Mittag, Abend, Nacht. Das ist total übersichtlich und wenn man die Dose öffnetriskierst du nicht, dass die Medikamente durcheinander geraten. Die Pillendosen sind durchsichtig, was ein weiterer Vorteil ist. Ein Vorteil für uns, die die Medikamente dosieren, weil es einfach ist nachzuzählen ob die Anzahl stimmt, aber auch für die Patienten, um zu sehen, ob die Tabletten eingenommen wurden oder nicht. Die Tage stehen auch drauf, was natürlich ein „Must“ ist.

Wie oft benutzt Ihr die extra Dose? In der großen Medimax befinden sich ja 8 Pillendosen. Wie oft benutzt ihr die 8. Dose die für PN-Medizin, also „per need“ (bei Bedarf), angedacht ist?

Ja, die benutzen wir auch bei manchen Patienten. Das machen wir sowohl weil die Patienten selbst die Medizin einnehmen sollen aber auch bei Patienten die selbst nicht in der Lage sind ihre Medizin einzunehmen, dann legen wir einige Tabletten in diese extra Dose und schreiben „PN  Panodil“ oder Tramadol drauf, damit der häusliche Pflegedienst davon im Notfall dem Patienten welche geben kann.

Was ist wichtig, wenn du die Medizin dosierst? Was sind die wichtigsten Bedingungen dafür?

  1. Ruhe, Helligkeit und generell gute Arbeitsbedingungen sind wichtig. Die Medizin soll bereit stehen, es muss die richtige Medizin sein und der Medikationsplan muss aktualisiert und angepasst sein.

Hast du eine feste Routine bei deinen Besuchen bei den Patienten?

Nicht wirklich eine feste Routine, aber ich versuche immer höflich zu sein, sage Guten Tag und erkläre, was ich als nächstes machen werde, damit die Patienten wissen, was sie gleich erwartet und nicht negativ überrascht werden. Ich will sie gerne dabei haben, obwohl ich alleine die ganze Arbeit mache. 

Es freut mich zu hören, dass dir unsere Produkteso gut gefallen. Das klingt so, als ob sie eure Bedürfnisse erfüllen. Bist du zufrieden und wie sieht das mit deinen Kollegen aus?

Ich bin sehr zufrieden mit den Pillendosen, und hab noch nie etwas Schlechtes über sie gehört.